Am Anfang war die Kamera.

Da stöbert man durch Zeitschriften und Magazine, surft durch Fotocommunities und Blogs, blättert in Büchern und großen Wandkalendern und erblickt die schönsten, brilliantesten Fotografien. Portraits, Landschaften, Makros, Farbenspiele, Nachtaufnahmen. Begleitet von staunenden “ahhhsss” und “oohhhss” und “wow”.
Sehnsüchtig. Wehmütig. Neidisch.

“Ach hätte ich doch nur so eine Kamera…
…dann, ja dann würde ich auch grandiose Bilder machen. Professionelle Fotos, sensationellste Aufnahmen…
und wohlmöglich Weltruhm erlangen”.

Leider erliegt man zu gerne diesem Irrglauben der Besitz einer guten Kamera würde uns direkt zu einem Spitzenfotografen machen.
Je mehr Schalter und Knöpfe und Hebelchen, desto professioneller werden die Bilder. Jeder Klick führt zu einem Waaaaaahnsinns-Bild. Ganz automatisch.

Die Wirklichkeit sieht jedoch anders aus. Die Varianz an Einstellungsmöglichkeiten ist zunächst einfach nur verwirrend – auch wenn man zum hundersten Mal den Zusammenhang zwischen Blende und Belichtungszeit nachgelesen hat, theoretisch begriffen hat was der ISO-Wert bedeutet – in der Praxis sieht plötzlich alles anders aus. Plötzlich wird kein Bild mehr, wie man es sich so vorgestellt hat – plötzlich ist die Theorie nicht 1:1 übertragbar und man versteht nicht woran es scheitert. Bilder werden unscharf, verwackelt, unterbelichtet, überstrahlt, zu kontrastreich, zu monoton – und das angestrebte “Wow-Gefühl” weicht ganz schnell einem “hmmmpppff”.

Die Kamera allein ist also nicht der Schlüssel zu der hohen Kunst der Fotografie.
Vielmehr sollte es wohl Übung und Erfahrung sein, und deshalb präsentiere ich hier meine ersten – wenngleich noch nicht professionellen – Fotos.

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Eine Reaktion zu “Am Anfang war die Kamera.”

  1. Alex

    Sind sehr schön geworden. Als Poster würden einige sehr gut kommen.

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